Myrina (Amazonenkönigin) – Atlantisforschung

Myrina (Amazonenkönigin)

Abb. 1 Marmor-Statue einer verwundeten Amazone; Kapitolinische Museen, Palazzo Nuovo, Sala del Gladiatore. (Foto: Jean-Pol Grandmont)
Abb. 1 Marmor-Statue einer verwundeten Amazone; Kapitolinische Museen, Palazzo Nuovo, Sala del Gladiatore. (Foto: Jean-Pol Grandmont)

(red) Bei Myrina, einer mächtigen Königin der frühen Amazonen Nordafrikas handelt es sich um eine schillernde Gestalt des altgriechischen Sagenschatzes. Diodorus Siculus zufolge [1], führte sie militärische Expeditionen in Libyen durch, und besiegte jenes Volk, das als Atlantier bekannt war, wobei sie deren Stadt Cerne zerstörte. Weniger erfolgreich war sie in ihrem Kriegszug gegen die Gorgonen, die von Diodor als kriegerische Nation [2] beschrieben wurden, welche in der Nähe der Atlantier ansässig war.

Während eines späteren Feldzugs schloss sie einen Friedensvertrag mit Horus, dem Herrscher Ägyptens, unterwarf mehrere Völker, darunter die Syrer, Araber und the Kilikier. Sie nahm auch Groß-Phrygien, vom Taurusgebirge bis zum Fluss Kaïkos, in Besitz. Außerdem herrschte sie auch über mehrere Inseln der Ägäis, wie z.B. Lesbos. Des Weiteren soll sie die Erste gewesen sein, die auf einer zuvor unbewohnten Insel landete, die sie Samothrake ('thrakisches Samos') taufte, und auf der sie angeblich einen Tempel errichten ließ.

Die Städte Myrina (in Lemnos) [3], möglicherweise ein anderes Myrina in Mysien, Mytilēne, Cyme, Pitane und Priene hielt man für Gründungen von ihr, die nach ihr selbst, nach ihrer Schwester Mytilene, beziehungsweise nach den Kommandantinnen ihrer Armee, Cyme, Pitane und Priene, benannt waren. [4] Schließlich wurde Myrinas Armee von Mopsus dem Thraker und Sipylus dem Skythen vernichtend geschlagen. Sie selbst und viele ihrer amazonischen Mitstreiterinnen fielen in dieser letzten Schlacht.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag basiert auf dem Lemma "Myrina (mythology)" bei Wikipedia - The Free Encyclopedia (Stand: 1. Mai 2016). Übertragung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de.

Fußnoten:

  1. Siehe auf Englisch: Diodorus Siculus, Library of History, 3. 54-56; sowie bei Atlantisforschung.de auf Deutsch: Derselbe, "Die nordafrikanischen Amazonen und die Atlantioi" (Historische Bibliothek, Drittes Buch)
  2. Red. Anmerkung: Genauer gesagt, bezeichete Diodor sie als "benachbartes Weibervolk", mit welchem die Atlantier "überhaupt in beständigem Streit lebten."
  3. Siehe: Stephanos von Byzanz, s. v. Myrina
  4. Siehe auch: Strabon, "Geography", 11. 5. 5. = 12. 3. 22

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